Glaubenssätze

Negative Glaubenssätze loslassen und in positive verwandeln!

  • „Ich muss stark sein und darf keine Gefühle zeigen.“
  • „Ich darf keine Fehler machen.“
  • „Es ist wichtig, was andere über mich denken.“
  • „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“
  • „Ich bin nicht wichtig.“
  • „Das Leben ist hart.“
  • „Wenn ich eine bessere Kindheit gehabt hätte, dann wäre ich heute viel selbstbewusster.“

Das ist nur eine Auswahl all der Glaubenssätze, die du über dich haben kannst.

Sie sind dafür verantwortlich, was wir denken und wahrnehmen. Unsere Glaubenssätze wirken wie ein Filter, durch den wir die Wirklichkeit wahrnehmen.

Es sind die einschränkenden Glaubenssätze, die so brutal auf dein Leben wirken. Sie blockieren dich, ein Leben zu leben, das du dir wünschst. Warum weiter im Käfig sitzen, wenn dir die ganze Welt offen steht?

Wie hört es sich an, wenn ich dir jetzt sage, dass alles was du über dich und die Welt glaubst, gelogen ist? Wenn plötzlich all deine Beschränkungen verpuffen würden, die dich momentan daran hindern ein geiles erfülltes Leben zu leben? Welches Leben würdest du dann leben?

Ich freue mich sehr, dir diese geile Botschaft verkünden zu dürfen. Als mich diese Botschaft erreichte, wachte ich aus meinem Albtraum auf. Ich wachte auf aus meinem damaligen Leben, in dem ich mich durch meine Vergangenheit gefangen fühlte.

Ich fühlte mich machtlos, weil meine Kindheit eben so war, wie sie war und mich zu dem Menschen machte, der ich damals war.

„Damit muss ich jetzt eben leben“, dachte ich. Schöne Scheiße!

Nein, nix da. Es ist alles gelogen!

Keiner muss sich machtlos fühlen, weil seine Kindheit nicht so schön verlaufen ist wie gewünscht. Keiner muss sich machtlos fühlen, weil er heute nicht das ist, was er gerne sein würde.

Es sind nicht unsere Umstände, sondern unsere inneren Einstellungen, die dafür verantwortlich sind, wer wir heute sind und ob wir ein Leben in Freude oder in Schmerz und Zerstörung führen.

Du kannst wählen!

Hört sich das nicht mega geil an? Ich sage dir hier gerade, dass du eine Wahl hast! Vielleicht glaubst du das noch nicht ganz, denn auch dies ist ein Glaubenssatz.

Willst du anfangen zu glauben, dass du eine Wahl hast? Willst du anfangen zu glauben, dass es für dich möglich ist, der Mensch zu werden, der du gerne sein willst?

Wir alle haben Glaubenssätze, über alle Bereiche in unserem Leben, stärkende sowie schwächende:

  • über unsere eigene Person
  • über andere Menschen
  • über die Welt und das Leben generell
  • über Geld
  • über Zeit

Glaubenssätze steuern uns unbewusst. Wir denken nicht mehr darüber nach. Für uns ist es so selbstverständlich wie das Atmen.

Willst du ab jetzt selber über dein Leben wählen? Dann kannst du anfangen die sensationelle Macht deiner Glaubenssätze zu verstehen, sie bewusst für dich zu nutzen und sie werden dich zum Erfolg bringen!

Du handelst nach deinen Glaubenssätzen – sie werden deine Realität

Damit deutlich wird, wie krass Glaubenssätze wirken, erzähle ich dir meine Geschichte. Sie haben mich beherrscht und mir viel Leid bereitet.

„Ich bin nichts wert“ und „Ich falle zur Last“

Diese beiden Glaubenssätze bestimmten früher unter anderem mein Leben.

Ich sprach anderen Leuten immer einen höheren Wert zu als mir selbst.

Wenn du glaubst, nichts wert zu sein, gehst du davon aus, dass andere nichts mit dir zu tun haben wollen.

Als eingeschüchtertes Kind, dachte ich ständig, Leute machen sich über mich lustig und wollen mich verarschen. Ich war ein Außenseiter. Heute weiß ich: Nicht andere, sondern ganz allein ich machte mich dazu.

Wenn sich überall Gruppen bildeten, z.B. vor der Klasse oder in den Pausen, stand ich oft alleine da. Entweder Leute kamen auf mich zu, oder ich blieb alleine.

In dem Glauben, niemand interessiert sich für mich, niemanden interessiert es, was ich zu sagen habe, hatte ich Schwierigkeiten Freunde zu finden. Ich war blockiert überhaupt auf andere Menschen zu zu gehen, weil ich Angst vor den Schmerzen hatte, nicht akzeptiert zu werden. Ich verstand nie, warum ich so wenig Freunde hatte. Ich fühlte mich schlecht, nicht liebenswert und ausgegrenzt. Ich fragte mich „warum haben andere so viele Freunde, warum werden sie gemocht und ich nicht?“

Mein Glaubenssatz, dass ich nichts wert bin, verstärkte sich.

Es führte bei mir z.B. zu dem Verhalten, dass ich auf eine gestellte Frage so kurz wie möglich antwortete, weil ich deren kostbare Zeit nicht stehlen wollte.

„Warum sollte sich auf einmal wirklich jemand für mich interessieren?“, dachte ich.

Wollte ich mal mehr erzählen, redete ich so schnell wie möglich, um fertig zu werden. Die Ruhe war mein Ziel, nicht mein Gesagtes.

Wurde ich in der Klasse zum Vorlesen ausgewählt, laß ich so schnell, dass ich mich oft verhaspelte. Ich fühlte mich noch schlechter.

Meine unbewussten Gedanken „ich bin nichts wert“, lösten all mein Verhalten aus, welches meinen Glaubenssatz noch mehr festigte.

Meine Illusion bestimmte mein Leben und hielt mir all die großen Möglichkeiten verborgen, in Freude leben zu können. Es war tatsächlich einfach nur ein Glaube und ich hielt es für pure Realität.

Sei kein Frosch

Wusstest du, dass Frösche ihre Beute nur sehen können, wenn sie sich bewegt?

In einem Karton voller toter Fliegen würde der Frosch verhungern.

Unsere negativen, einschränkenden Glaubenssätze lassen uns verhungern wie den Frosch. Sie schränken unsere Bandbreite an künftigen Entscheidungen ein, die maßgeblich verantwortlich für die Entwicklung unserer Persönlichkeit und unserer Fähigkeiten sind.

Wenn unsere Glaubenssätze so einschränkend sind, wie das Sehfeld des Frosches, dann sehen wir die zahlreichen Möglichkeiten um uns herum nicht. Wir sehen nicht, zu was wir eigentlich fähig sind.

„Wenn du glaubst, etwas ist unmöglich, wirst du nie erfahren, ob es möglich oder unmöglich ist.“

Dein Glaube, dass etwas nicht möglich ist, verbaut dir die Chance es herauszufinden. Warum solltest du auch Energie für etwas aufwenden, von dem du überzeugt bist, dass es nicht klappt?

Gesund durch Glauben

Wozu ist unser Glaube fähig?

Schau dir nur mal den Placebo-Effekt an.

Placebos sind Scheinmedikamente, die keinen Wirkstoff enthalten. Sie werden den Patienten wie normale Medikamente zur Schmerzlinderung verschrieben. Wenn Placebos nun bei den Patienten den Schmerz lindern, spricht man vom Placebo-Effekt. Die Patienten sind so von ihrer Heilung überzeugt, dass allein der Glaube daran, Genesung bewirkt.

Überzeugt? Zu dem Placebo-Effekt werde ich demnächst einen ausführlichen Artikel veröffentlichen.

„Ob du glaubst etwas zu können, oder ob du glaubst etwas nicht zu können, du wirst Recht behalten.“

Lass diesen Satz mal auf deiner Zunge zergehen. Ob etwas funktioniert oder nicht, ist also abhängig von deinem Glauben daran!

Der Fachausdruck dafür heißt selbsterfüllende Prophezeiung.

Wir werden Recht bei dem behalten, wovon wir überzeugt sind, weil wir unbewusst von unseren Glaubenssätze gesteuert werden. An meinem Beispiel wurde das bereits deutlich.

Wenn du von deinem Scheitern so fest überzeugt bist, dann wird es auch genau so eintreffen.

Nehmen wir mal an, du glaubst, niemals gut schreiben zu können. Wie werden deine Versuche aussehen, es zu lernen? Wie oft wirst du es versuchen? Wie viel Energie wirst du einsetzen? Wirst du überhaupt anfangen es zu lernen? Oder verhindert dieser Glaubenssatz von vornherein, zu überprüfen, ob es wahr sein kann oder nicht?

Du wirst Recht behalten, niemals gut schreiben zu können.

Die selbsterfüllende Prophezeiung wirkt zum Glück auch in die andere Richtung.

Nehmen wir jetzt an, du glaubst daran, dass du lernen kannst, gut zu schreiben. Du beginnst mit einer ganz anderen Motivation, du wirst nach ein paar Rückschlägen nicht aufgeben, sondern so lange weiter machen, bis du gut schreiben kannst. Du wirst auch hier Recht behalten.

Das bedeutet jetzt: Wenn du ein Ziel erreichen willst, glaub daran, dass du es kannst.

Woher kommen deine Glaubenssätze?

Deine tiefsten Überzeugungen entstehen in deiner Kindheit

Wir haben so viele verschiedene Glaubenssätze, die jeweils mit unterschiedlicher Intensität wirken, je nachdem wie stark wir davon überzeugt sind. Die einen sind leicht anfechtbar, andere wiederum wollen wir nicht eine Sekunde lang anzweifeln. Unsere zahlreichen Glaubenssätze können durch unterschiedliche Wege entstehen.

Deine tiefsten und stärksten Überzeugungen entstanden in deiner Kindheit, in deinen ersten 6 Lebensjahren. In dieser Zeit hast du all die Meinungen über dich und die Welt ungefiltert aufgenommen und sie für wahr angenommen.

Wenn deine Eltern zum Beispiel öfter zu dir gesagt haben, dass du schlampig und dumm bist, dann nimmst du das als wahr an. Wenn Leute zu dir sagen „sei nicht so ängstlich“, „sei nicht so schüchtern“ übernimmst du das als „ich bin ängstlich“ und „ich bin schüchtern“.

Auch dein damaliges Empfinden bestimmten deine heutigen Glaubenssätze. Du beziehst in diesen Jahren alles auf dich. Wenn deine Eltern nicht viel Zeit für dich hatten und du oft alleine warst, dann hast du daraus vielleicht geschlossen, dass du nicht liebenswert bist.

Diese tiefen Überzeugungen über uns sind schwer zu erkennen, denn durch sie entstehen noch andere Glaubenssätze, die sich daraus ableiten. Vielleicht hast du Schwierigkeiten den krassen Aussagen der Glaubenssätze zuzustimmen, weil sie nicht immer 100 % auf alle Situationen passen.

Tiefe Überzeugungen aus der Kindheit können sein:

  • Ich bin dumm.
  • Ich bin nichts wert.
  • Ich bin nicht wichtig.
  • Ich muss perfekt sein.
  • Ich muss gehorchen.

Es sind die Glaubenssätze aus der Kindheit, die dich gefangen halten. Du hast sie aufgrund Aussagen von anderen entwickelt und sie gefühlt. Du hast Gefühle mit ihnen verbunden. Heute sind sie deine Wahrheit. In deinem Unterbewusstsein sind sie tief verwurzelt. Dein Unterbewusstsein ist 90-95 Prozent groß und steuert heute mit all deinen einschränkenden Glaubenssätzen deine Handlungen. Unbewusst!

Unbewusste Handlungen stärken die einschränkenden Glaubenssätze

Du läufst nun als Kind mit deinen Glaubenssätzen durch die Gegend. Für dich ist das die Wahrheit. Wie verhältst du dich also?

Du verhältst dich deinen Glaubenssätzen entsprechend.

Nehmen wir an du hast den Glaubenssatz „ich darf keinen eigenen Willen haben“. Deine unbewussten Handlungen leiten dich dazu, dass du keinen eigenen Willen haben wirst. Du hörst nicht mehr auf ihn und unterdrückst ihn. Du versuchst somit dem Schmerz aus dem Weg zu gehen. Du glaubst, wenn du deinen eigenen Willen äußern würdest, würdest du Schmerzen erfahren.

Der Glaubenssatz könnte entstanden sein, weil deine Eltern nie auf deine Wünsche eingegangen sind. Als Kind tut das sehr weh. Oder er könnte entstanden sein, weil sich deine Eltern über deinen Willen lustig gemacht haben, da er anders war als normal. Es gibt viele Gründe, die einen solchen Glaubenssatz entstehen lassen.

Wenn du jetzt deinen Glaubenssätzen entsprechend handelst – was du wirklich immer unbewusst tust –  werden diese Glaubenssätze stärker und stärker.

Wie stark dein Glaubenssatz in dir wirkt, hängt von deinen Referenzerlebnissen ab, die du mit ihm in Verbindung bringst.

Referenzerlebnisse können sein:

  • eigene Erfahrungen (vergangene und zukünftige)
  • Meinungen aus Medien
  • Meinungen von deinen Eltern, Bekannten

Deine eigenen Erfahrungen sind die stärksten Referenzerlebnisse. Je emotionaler deine Erfahrungen geprägt sind, umso stärker auch die Referenzerlebnisse.

Hinterfragst du deine Glaubenssätze heute nicht und zweifelst nicht daran, trägst du diese unwahren Glaubenssätze über dich und die Welt immer noch mit dir herum und sie bestimmen dein Leben.

Wie viele Menschen lassen sich von ihren Glaubenssätzen schikanieren, leiden unter ihnen? Wie viele Menschen leben nach einer Lüge, die in der Kindheit entstand? Wie viele Menschen glauben nichts Besonderes zu sein, nichts im Leben erreichen zu können? Wie viele Menschen glauben, nie das Leben zu leben, von dem sie träumen?

Einmal versagt, immer versagt?

Unsere Glaubenssätze sind oft nicht logisch herleitbar, denn sie basieren auf Verallgemeinerungen subjektiver Erfahrungen. Dabei sind Verallgemeinerungen grundsätzlich gut, denn sie vereinfachen unseren Alltag und unser Leben. Wir verallgemeinern ständig, leider auch bei der Entstehung unserer Glaubenssätzen. Dort schadet sie uns.

Du bekommst sicher eine Tür auf, dessen Fabrikat du vorher noch nie gesehen hast. Da du aber schon andere Türen aufgemacht hast und das Prinzip kennst, verallgemeinerst du. Du kannst darauf schließen, dass die fremde Tür genau so aufgehen könnte, wie andere. Du weißt es aber nicht, sondern vermutest. Wie könntest du ohne Verallgemeinerungen fremde Telefone oder Wasserhähne bedienen? Du müsstest sonst jedes Mal von vorne beginnen.

Was geschieht jedoch, wenn wir immer versuchen zu verallgemeinern?

Aus einem vergangenen Ereignis, in dem wir etwas nicht konnten, schließen wir auch in der Gegenwart und Zukunft darauf, es nicht zu können.

Nehmen wir mal an, ein Mädchen namens Cindy, möchte zum ersten Mal einen Jungen ansprechen, für den sie schwärmt. Sie ist so nervös, dass sie zu stottern beginnt und ihr kein Wort aus dem Mund kommen will. Sie schämt sich und fühlt sich schlecht. Sie denkt, dass ihr das in der Zukunft auch immer passieren wird.

Ist das wahr, dass das immer so eintreffen muss?

Nein, sie hat nur aus einer Situation auf die Zukunft geschlossen.

Nach ein paar Jahren traut Cindy sich trotzdem und möchte ihren nächsten Schwarm ansprechen. Ihr Glaube, dass sie wieder stottern muss, ist allerdings so stark, dass er Cindy unbewusst beeinflusst. Er löst zudem eine starke Angst in ihr aus. Schließlich führen der Glaube und die große Angst dazu, dass sie wieder stottert und kein Wort rausbekommt. Wieder schämt sie sich und fühlt sich noch schlechter als beim ersten Mal. Es trat die selbsterfüllende Prophezeihung ein.

Sie konnte nicht anders handeln, weil ihr Glaube und ihre Angst ihr zu viel Aufmerksamkeit und Konzentration abverlangt haben.

Vielleicht kennst du das auch. Wenn du einer Sache zu viel Aufmerksamkeit schenkst, die dann auch noch Angst in dir auslöst, bist du wie gelähmt.

Unser Gehirn wird zum Versagen programmiert, durch den Irrglauben, dass die Beschreibung auch für die Zukunft gilt.

Das hier könnte dein Leben verändern – du hast die Wahl!

1. Erkenne deine Glaubenssätze

Zuerst ist es wichtig, deine eigenen Glaubenssätze zu erkennen, die dich total unbewusst leiten. Lege deine Aufmerksamkeit auf deine Schwächenden.

Nochmal ein bisschen Theorie:

Glaubenssätze teilen sich in zwei Arten auf.

– Regeln ..

.. drücken sich aus in:

  • „wenn … , dann …“
  • „…, weil“
  • „dies bedeutet jenes“

– Annahmen/globale Glaubensmuster

  • sind starke Verallgemeinerungen, die jeden Aspekt unseres Lebens beherrschen
  • wir haben sie über unsere Person, über andere Menschen, über die Welt, über das Geld, die Zeit und das Leben selbst

drücken sich aus in:

  • „ich bin..“ „ich kann/kann nicht“ „ich darf/darf nicht…“
  • „man muss/sollte/kann…“
  • „das Leben ist…“

Mögliche Fragen, um deine Glaubenssätze zu enttarnen, sind:

  • Was würde ich gerne ändern?
  • Mit welchen Situationen habe ich Schwierigkeiten?
  • In welchen Situationen fühle ich mich schlecht?
  • Traue ich mir etwas nicht zu? Wenn ja, warum?
  • Fühle ich mich irgendwo machtlos?
  • Fühle ich mich zu irgendetwas gezwungen?
  • Mache ich Sachen, die ich eigentlich nicht machen möchte?

Schau dir deine Beschränkungen genau an, dahinter verbergen sich deine Glaubenssätze.

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Ich bin schuld!
  • Ich komme zu kurz!
  • Ich bin falsch!
  • Ich bin für deine Launen verantwortlich!
  • Ich bin hilflos!
  • Ich kann dir nicht vertrauen!
  • Ich darf keine Schwäche zeigen!
  • Ich muss der/die Beste sein!
  • Ich muss immer gut aussehen!
  • Ich bin nichts besonderes!
  • Meine Meinung und meine Bedürfnisse sind unwichtig.
  • Ich muss erst etwas erreichen, damit ich etwas bin.
  • Wenn ich nicht den höchsten Anspruch an mich stelle, dann ende ich wahrscheinlich als zweitrangiger Mensch.
  • Wenn andere Menschen wüssten, wie ich wirklich bin, dann würden sie schlecht von mir denken.
  • Wenn ich anderen Menschen einen Wunsch ausschlage, werde ich weniger gemocht.
  • Im Leben bekommt man nichts geschenkt.
  • Das Leben ist hart und anstrengend.

2. Erkenne die Illusion und zweifel an deiner Wahrheit

Wenn du nun einen oder einige deiner Glaubenssätze kennst, kannst du die Illusion erkennen. Du kannst erkennen, dass sie nicht wahr sind!

Früher glaubte die gesamte Menschheit, dass die Erde eine Scheibe ist, später, dass die Sonne sich um die Erde dreht. War es deshalb wahr? Wir wissen heute: Nein!

Du kannst für jeden Glauben Bestätigungen finden. Es ist der Fokus, der darüber entscheidet, was du siehst. Mach dir klar, dass es immer mehrere Wahrheiten gibt, je nachdem welchen Fokus du hast.

Wenn du zum Beispiel glaubst „im Leben bekommt man nichts geschenkt“, dann wirst du auch nur das sehen, weil dein Fokus darauf liegt.

Nur, ist das die Wahrheit?

Wie oft hast du schon etwas geschenkt bekommen? Änderst du deinen Fokus, wirst du sehen, dass du vieles geschenkt bekommst: ein Lächeln, einen Kugelschreiber, Gummibärchen, Traubenzucker usw.

Werde dir bewusst, dass deine tief verwurzelten Glaubenssätze aus der Kindheit nichts über deine Person aussagen. Du hast nur alles ungefiltert aufgenommen und für wahr befunden.

Frage dich also bei jedem Glaubenssatz:

  • Ist das wirklich die Wahrheit?
  • Gibt es Gegenbeispiele?
  • Was wäre die andere Möglichkeit?
  • Ist das meine eigene Meinung dazu, oder habe ich sie nur von anderen übernommen?

3. Lass deine einschränkenden Glaubenssätze los

Verbinde größtmögliche Schmerzen mit deinem Glaubenssatz

Wenn du nun an deinem Glaubenssatz zweifelst, verbinde die größten Schmerzen ever mit ihm!

Frage dich zuerst:

  • Was hast du aufgrund dieses Glaubenssatzes verloren?
  • Welche unangenehmen Emotionen erlebst du durch diesen Glaubenssatz täglich bzw. oft?
  • Auf welche Art hat dieser Glaubenssatz deine Beziehungen zu Menschen beeinflusst?
  • Welche Schmerzen und Nachteile bringt dir dieser Glaubenssatz heute?

Um herauszufinden, wohin dich dieser Glaubenssatz in der Zukunft bringen könnte, benutzt du deine Vorstellungskraft. Dein Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden, was du real erlebt oder dir nur vorgestellt hast. Du kannst überhaupt nichts falsch machen, also bitte keine Scheu. Diese Methode ist so wirksam für dein Unterbewusstsein und für deine Motivation tatsächlich etwas verändern zu wollen.

Bearbeite bitte immer nur einen Glaubenssatz.

Schließe deine Augen und gehe 10 Jahre in die Zukunft. Dort lebst du immer noch mit deinem beschränkenden Glaubenssatz.

Beantworte dir folgende Fragen:

  • Welche negativen Konsequenzen hat dieser Glaubenssatz hier?
  • Wie hat dieser Glaubenssatz deine Lebensqualität vermindert?
  • Welchen Einfluss hat er auf andere Bereiche?
  • Was hast du nicht in Angriff genommen?
  • Stell dir dich in einem Spiegel vor:
    • Wie siehst du aus?
    • Wie ist dein Gesichtsausdruck?
    • Wie ist deine Körperhaltung?
    • Wie fühlst du dich?

Dann gehst du weitere 10 Jahre in die Zukunft und beantwortest dir die selben Fragen. Gehe weitere 10 Jahre in die Zukunft.

Du gehst solange weiter in die Zukunft bis du starke Schmerzen spürst. Du wirst deinen Glaubenssatz ändern wollen, wenn du genügend Nachteile mit ihm in Verbindung bringst.

4. Gewinne neue bestärkende Glaubenssätze

Nutze deine Vorstellungskraft

Du bist nun also bereit, deinen alten einschränkenden Glaubenssatz gehen zu lassen. Welchen bestärkenden Glaubenssatz möchtest du stattdessen?

Bestärkende Glaubenssätze sind z.B.:

  • Ich habe die Macht alles zu erreichen, was ich will.
  • Ich bin okay.
  • Ich bin wertvoll.
  • Ich liebe mich so, wie ich bin.
  • Das Leben ist leicht.
  • Geld ist Freiheit.
  • Ich bin frei.
  • Meine Meinung ist wichtig.
  • Ich werde von meinen Mitmenschen akzeptiert und respektiert.

Wenn du deinen neuen bestärkenden Glaubenssatz gefunden hast, gehst du wieder in deine Vorstellung. Schließe deine Augen.

Gehe 10 Jahre in die Zukunft und beantworte folgende Fragen:

  • Wie hat sich durch diesen neuen Glaubenssatz dein Leben verändert?
  • Was hast du erreicht?
  • Wie fühlst du dich?
  • Wie haben sich deine Beziehungen zu dir selbst und zu anderen entwickelt?
  • Stell dir dich in einem Spiegel vor:
    • Wie siehst du aus?
    • Wie ist dein Gesichtsausdruck?
    • Wie ist deine Körperhaltung?
    • Wie fühlst du dich?

Gehe weitere 10 Jahre in die Zukunft und beantworte die selben Fragen. Gehe so weit in die Zukunft bis du dich richtig gut fühlst.

Deine neuen bestärkenden Glaubenssätze benötigen Referenzerlebnisse. Sammle so viele wie möglich davon. Spring über deinen Schatten und handle nach deinem neuen Glaubenssatz. Du wirst positive Erfahrungen machen und dein Glaubenssatz wird sich schnell festigen.

Programmiere dein Unterbewusstsein um

Dein Unterbewusstsein kannst du bewusst nur durch täglich neue Informationen umprogrammieren. Dazu dienen Affirmationen.

Affirmationen sind positiv formulierte Sätze und dienen dazu dein Unterbewusstsein mit neuen Informationen zu füttern.

Sie sind wirksam, wenn sie

  • in der Gegenwart und
  • positiv

formuliert sind.

Du kannst sie in der Gegenwart formulieren, wenn du dir vorstellst, bereits am Ziel zu sein.

Beispiele:

  • „ich werde meine Aufgaben leicht und spielerisch erledigen“ wird zu „ich erledige meine Aufgaben leicht und spielerisch.“
  • „ich werde laut und deutlich sprechen“ wird zu „Ich spreche laut und deutlich.“
  • „andere Menschen werden sich für mich interessieren“ wird zu „Andere Menschen interessieren sich für mich“.

Du formulierst Affirmationen positiv, wenn du deine Aufmerksamkeit auf dein Ziel, deinen gewünschten Zustand und nicht auf dein Problem lenkst.

Beispiele:

  • „Ich bin nicht schüchtern“ wird zu „ich bin offen und erzähle gerne über mich.“
  • „Ich habe keine Angst vor Publikum zu sprechen“ wird zu „ich spreche ruhig und gelassen vor Publikum“

Deine Affirmationen werden umso schneller in deinem Unterbewusstsein abgespeichert, je häufiger du sie dir aufsagst. Wenn du es laut sagst, hat es eine größere Wirkung als wenn du es nur denkst. Wenn du sie aufschreibst, haben sie eine noch größere Wirkung als, wenn du sie sagst.

Sage dir deine Affirmationen mindestens 30 Tage lang, morgens und abends drei mal hintereinander auf. Stelle dir zu deinen Affirmationen Situationen vor, in denen du bereits so handelst und dich so fühlst, wie dein gewünschter Zustand sein soll. Wenn es bereits einzelne Erlebnisse gibt, die auf deinen Glaubenssatz passen, dann erinnere dich an sie. Umso öfter du sie dir am Tag vorsagst, dich rein fühlst, deine neuen Glaubenssätze spürst, um so schneller festigen sie sich in deinem Unterbewusstsein.

Du kannst auch eine wichtige Affirmation, die dir besonders am Herzen liegt mit Tätigkeiten in Verbindung bringen. Wenn du zum Beispiel eine Tür aufmachst, den Briefkasten öffnest, dir einen Kaffee oder Tee holst oder den PC anmachst, kannst du dir deine Affirmation sagen bzw. auch denken. Verbinde sie mit so vielen Tätigkeiten wie möglich und du wirst sehen, dass sie sich umso schneller in deinem Unterbewusstsein verankert.

Fazit

Wenn wir erkennen, dass all unsere Handlungen auf unseren Glaubenssätzen beruhen, sie aber nicht der Wahrheit entsprechen, können wir gezielt Einschränkende fallen lassen und Bestärkende in unser Leben holen.

Wir können unsere Wahrheit für uns neu schreiben, so dass wir zu großen Taten befähigt sind und wir unsere Träume verwirklichen können.

Einschränkende Glaubenssätze halten uns in unserer eigenen Illusion gefangen und verbergen unsere wahren Fähigkeiten. Sie lassen uns leiden, ziehen uns in die Opferrolle und lassen uns scheitern.

Bestärkende Glaubenssätze können noch Unmögliches für uns möglich machen und uns zu dem Menschen machen, der wir sein wollen.


Hast du schon einige Glaubenssätze und deren Illusion erkennen können? Konntest du einige bereits ändern? Wie fühlt sich das an? Teile deine Erfahrungen gerne mit mir.

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