Nebel Leben

nebeL-Leben – Stehst du auch im Nebel deines Lebens?

Hast du das Gefühl, das Leben zieht an dir vorbei? Funktionierst du oder lebst du?

Fühlst du, dass irgendwas fehlt, nicht passt?

Fühlt sich dein Leben leicht oder schwer an?

Sehnst du dich danach, jeden Tag dein Leben zu genießen und im Einklang zu sein, mit dir und der Welt?

Dieser Artikel hilft dir zu verstehen, warum das Leben an dir vorbei zieht und du dich unvollkommen fühlst. Gleichzeitig erkennst du, was für dich alles möglich ist. Du lernst andere Sichtweisen kennen. Meine Intention ist es, Denkanstöße zu geben, damit wir aufwachen können.

Unsere deutsche Sprache gab mir dabei die große Inspiration, diesen Artikel zu schreiben.

„Leben“ rückwärts heißt „nebeL“.

War dir das bewusst?

Was will uns unsere deutsche Sprache damit sagen? Hat das einen tieferen Sinn?

Mir ist ein Licht aufgegangen, als mir das bewusst geworden ist. Ich hatte sofort ein Bild vor Augen und konnte es mit dem Leben meiner Umgebung abgleichen. Es steckt so viel Philosophisches dahinter. Es geht so tief.

Ich habe es am eigenen Leib erlebt. Ich habe erlebt, nicht richtig zu leben, stattdessen im Nebel zu stecken. War mir das bewusst? Auf keinen Fall!

Meine These lautet:

Wir können unser Leben nicht erfüllt leben, wenn wir im Nebel stehen. Wenn wir unser Leben vollkommen leben wollen, müssen wir buchstäblich durch den Nebel gehen, damit wir am Ende auf unser wahres Leben blicken können!

“Was zum Geier soll das heißen?”, fragst du dich bestimmt. Ich nehme dich auf meinen Überlegungen mit.

Bestätigst du die These oder widersprichst du ihr? Ich freue mich über deinen Kommentar.

Der Nebel verhindert eine klare Sicht auf unser Leben

Sicher kennst du es: Es ist neblig. Du versuchst als Autofahrer die Straße und die Umgebung über 90 Meter hinaus zu erkennen. Du hast keine klare Sicht, alles ist verschleiert und du kannst nur erahnen, was sich dahinter verbirgt. Du fährst vorsichtiger und langsamer als gewöhnlich.

Übertragen wir das auf unser Leben. Wir sind weiterhin die Fahrer. Das Leben ist nun die Straße und die Umgebung. Es ist unmöglich, klar auf das Leben zu blicken. Stattdessen leben wir mit angezogener Handbremse. Wir könnten mehr Gas geben, tun dies aber nicht. Warum das so ist, wirst du noch erfahren.

Erfüllt leben heißt, das Leben zu erfahren

Wahrhaftig leben, bedeutet für mich, mehr als nur anwesend zu sein. Mehr als das Leben an sich vorbeirauschen zu sehen. Mehr als nur im Standby zu verweilen.

Die Liebe ist der Weg des Lebens. Nach deinem Herzen zu leben, das ist deine wahre Natur.

Erfüllt leben, bedeutet für mich:

  • frei zu sein
  • über mich hinauszuwachsen
  • alle Facetten des Lebens und mich selbst zu entdecken
  • voll und ganz in meinem Leben aufzublühen
  • die Wirklichkeit mit meinen fünf Sinnen zu erfahren
  • all meine Gefühle zu fühlen
  • zu wissen wer ich bin
  • im Einklang zu sein mit allem
  • mein Leben zu lieben

Wie erfüllt lebst du dein Leben?

Ich war meilenweit davon entfernt. Mein Leben war mein Leben, egal ob erfüllt oder nicht. Ich wusste nicht, was ein erfülltes Leben sein soll. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht.

Der Nebel sitzt in unseren Köpfen

Der Nebel, durch den wir unser Leben wahrnehmen, besteht aus:

  • Vergangenheitswerten
  • den Folgen unserer Erziehung
  • Zukunftserwartungen
  • Be- und Verurteilungen
  • Glaubenssätzen

Der Nebel blendet uns und zeigt uns nur einen Ausschnitt des Lebens.

Er verdeckt all die wunderbaren Möglichkeiten, die tatsächliche Wirklichkeit.

Er zeigt uns leider nicht, dass hinter unserem Selbstbild noch viel mehr ist.

Er hält uns gefangen in unserem Trott, in unseren Illusionen und in einem fremdbestimmten Leben.

Wir können nicht vollkommen frei leben, auch wenn wir glauben, frei zu sein. Wir sind nicht wir selbst.

Unser Job deprimiert, anstatt uns zu erfüllen

Wir sind so entfernt vom realen Leben und von unserer wahren Natur, wie der Mond von der Sonne. Das fängt bei unserem Job an.

Die vorgegebenen Möglichkeiten aus denen wir unseren Traum-Job wählen dürfen, sind gering. Die Schule begrenzt sie durch ihr Angebot an ausgewählten Fächern mit vorgegebenem Lehrplan. Wir müssen uns festlegen, welche Fächer wir gut können, auf deren Basis später unser Beruf aufbaut.

Wir sollen uns also im Teenageralter entscheiden, wie wir den Rest unseres Lebens unseren Lebensunterhalt verdienen wollen?

Wie viel Erfüllung können uns diese Standard-Jobs geben?

Mir wurde damals keine andere Möglichkeit angeboten, wie ich mit meinen Stärken Geld verdienen kann. Für mich gab es keine andere Perspektive, als in einer Firma zu arbeiten.

Nach der Schule war ich noch fest davon überzeugt, dass mein Job mich erfüllen wird, denn nichts anderes war mein Ziel. Aber wusste ich damals, was wirklich auf mich wartete? In meiner Vorstellung erfüllte mich meine Arbeit, so dass ich jeden Tag lächelnd dorthin ging.

Im Berufsleben angekommen, verpuffte meine Illusion.

Das soll es sein? Wo sind all die spannenden Aufgaben, die auf der Stellenbeschreibung noch so interessant klangen?

Stattdessen war ich nichts weiter als ein kleiner Zahn in einem riesigen Uhrwerk. Die Aufgaben wurden zur Routine und ich konnte mich mit meinem Job nicht identifizieren.

Ich habe mich bereits nach fünf Jahren Berufserfahrung (inklusive Ausbildung) unwohl gefühlt. Was sagen dann Leute, die so seit 30 Jahren arbeiten und leben? Wie unwohl fühlen sie sich?

Willst du dein wertvolles Leben einer nicht erfüllenden und deprimierenden Tätigkeit schenken? Ist dein Leben das wert?

Unsere wahren Stärken liegen begraben

Kennen wir unsere wahren Stärken?

Ist es überhaupt möglich, unsere wahren Stärken in der Schule zu entdecken? Liegen unsere wahren Stärken irgendwo zwischen Biologie, Politik, Deutsch und Geschichte?

Gibt es nicht noch viel mehr Möglichkeiten? Unser unendlich großes Universum ist voll damit.

Wird unser Individuum gefördert oder werden wir in die breite Masse gequetscht?

Der Nebel wird zur Gewohnheit und killt unsere Lebensfreude

Unsere Gesellschaft hat sich daran gewöhnt, sich von montags bis freitags zur Arbeit zu schleppen, zu einem Job, der sie nicht wirklich erfüllt.

Wir haben uns daran gewöhnt, uns ständig auf das Wochenende und den Urlaub zu freuen. Die Unzufriedenheit tritt wieder ein, wenn das Wochenende und der Urlaub vorbei sind – wie immer viel zu schnell.

Wenn du das nächste Mal unterwegs bist, wirf mal einen Blick in die Gesichter. Was siehst du? Zufriedene, strahlende Gesichter oder eher deprimierte, lustlose, nörgelnde Gesichter?

Meinst du, so ist dieses Leben und es ist völlig normal?

Wenn du dein Herz fragst: kann das alles normal sein? Kann es normal sein, das Leben eher als Belastung, statt als ein Geschenk anzusehen?

Sollte es nicht die Natur des Menschen sein, glücklich und erfüllt zu leben?

Unsere Freizeit leidet unter unserer Arbeit

Wenn uns doch wenigstens unsere Freizeit erfüllen und glücklich machen würde. Dann könnte sie uns über die Arbeit hinweg trösten. Aber nicht einmal das ist der Fall. Oder ziehst du aus deiner Freizeit so viel Kraft?

Bei mir lautete das Tagesmotto nach Feierabend ungefähr so: meine Zeit irgendwie mit sinnfreien Aktivitäten rumkriegen, die mich kein Stück weiter gebracht haben, weder geistig noch körperlich. Es bringt mich nicht weiter, tausend Serien zu gucken, durch zig Klatschsendungen zu erfahren, welcher Promi mit wem Schluss gemacht hat oder was heute ‚in‘ und morgen ‚out‘ ist.

Es bringt mich nicht weiter mein Gehirn abzugeben.

Am nächsten Tag beginnt alles wieder von vorne: genervt vom Wecker geweckt werden, arbeiten gehen, nach Hause kommen, Zeit vertreiben, schlafen!

Ab und zu ging ich, erschöpft von der Arbeit, ins Fitnessstudio. Mein Essen sollte oft schnell gehen und war ungesund.

Sollte mich all das erfüllen? Nein, das hat es nicht. Weder tat ich was für meine Gesundheit, bezüglich der Ernährung, noch lebte ich meine Interessen.

Die Arbeit zog mir so viel Energie ab. Es fiel mir schwer mich zu motivieren und neue Kraft zu gewinnen.

Tätigkeiten, die viel Energie verlangen, vermeiden wir dann – zu anstrengend nach einem so langen Arbeitstag. Was uns nicht bewusst ist: zum Abschalten nutzen wir zum Beispiel das Fernsehen, dabei klaut es uns Energie, statt uns welche zu geben.

Wir versuchen uns durch Ersatzbefriedigungen, wie z.B. Shoppen gehen, übermäßiges Essen, Fernsehen schauen, Illustrierte lesen usw. abzulenken. Es ist ein Versuch uns von unseren Gedanken und Gefühlen abzulenken, die uns sagen wollen, dass wir mit unserem Leben nicht zufrieden sind. Was haben wir für eine andere Möglichkeit uns ein besseres Leben zu gestalten? Wir sehen keine, weil wir nichts anderes vorgelebt bekamen.

Die Erfüllung finden wir nicht im Nebel

Wir suchen unsere Erfüllung in materiellen Dingen. Wir kaufen uns das neueste Handy, neue Klamotten, ein schickes Auto usw. Da wir aber nie Erfüllung in materiellen Dingen finden werden, muss es immer mehr davon sein. Doch unser hart verdientes Geld reicht dafür nicht! Würde es auch nie. Es reicht nicht aus zum Stopfen unseres großen Loches der Unzufriedenheit. Wir erfahren keine Erfüllung. Wir fühlen uns machtlos und noch frustrierter. Das soll unser Leben sein?

Kennst du dich wirklich?

Ich kannte mich früher nicht wirklich. Ich wusste nicht wirklich wer ich bin, was meine Interessen sind, was mich ausmacht, welche Werte ich in meinem Leben vertrete und vertreten will. Ich wusste fast gar nichts über mich.

Was weißt du über dich? Drückst du deine wahre Persönlichkeit aus?

Wir sind Roboter, die nur noch funktionieren. Wir haben ein Selbstbild über uns, welches nicht der Wahrheit entspricht. Wir haben zahlreiche Glaubenssätze über uns, die uns einschränken, das Leben zu leben, welches für uns möglich wäre. Wir verschenken unser Leben. Wir passen uns lieber der breiten Masse an, um nicht aufzufallen, nicht aus der Reihe zu tanzen.

Dabei vergessen wir, dass jeder Mensch einzigartig und nicht die „breite Masse“ ist. Dieser Anpassungsdruck engt uns ein und wir vergessen, wer wir sind, was uns wirklich gut tut, was unser Herz aufblühen lässt.

Wir wollen gefallen, sind auf Lob und Anerkennung von anderen angewiesen. Daraus ziehen wir unseren Wert. Wir sind wie Süchtige. Dabei vergessen wir, dass unsere Droge zur Befriedigung bereits in uns ist!

Die Anerkennung im Außen zu suchen, lässt uns innerlich sterben

Ist dir bewusst, dass du dich für andere verbiegst oder siehst du es als „normal“ an? Hast du noch eine Wahl?

Ich habe früher oft gedacht „was denken wohl die anderen, wenn ich dies oder das mache?“ Ich wollte nicht abgelehnt, wollte nicht gekränkt werden. Mit meinem Verhalten verfolgte ich das Ziel gemocht oder wenigstens nicht abgelehnt zu werden.

Dieses Denken läuft unterbewusst ab. Es ist zu normal für uns geworden.

Wie oft bestimmt diese unbewusste Frage unser Handeln?

Das Resultat ist ernüchternd: Wir trauen uns Dinge nicht zu tun, kleiden uns gesellschaftskonform und haben Angst unser wahres Ich zu zeigen.

Wie viele Entscheidungen hängen bei dir ab von: „was denken dann wohl die anderen?“

Hast du noch Träume für dein Leben? Große Träume? Oder musstest du sie begraben, weil sie nicht in das Standard Gesellschaftsbild rein passen? Hast du sie begraben, weil dir der Mut fehlt, weil du nicht glaubst, es zu schaffen?

Wie oft hören wir Sätze wie:

  • „Das geht so nicht!“
  • „Du bist dafür nicht geeignet.“
  • „Wir sind normale Menschen, da hatten andere einfach nur Glück.“

Kennst du auch solche Aussagen?

Was kann dein Leben wirklich erfüllen? Ein Haus, Kinder, die Rente?

Oder erfüllt dich die Verwirklichung deiner sehnsüchtigen Träume? Könnte es dich erfüllen, stetig über dich hinaus zu wachsen und der Mensch zu werden, der du sein willst?

Unser jetziger Augenblick ist für uns wertlos

1. Übeltäter: Zukunft

Sind wir nahezu immer damit beschäftigt, uns auf etwas in der Zukunft zu freuen? Das kann eine nahe und eine ferne Zukunft sein. Manchmal freuen wir uns nur auf das nächste Essen, auf den Feierabend, auf das Wochenende. Doch manchmal freuen wir uns auf den Urlaub, der noch ein paar Monate hin ist oder auf besondere Ausflüge. Viele freuen sich sogar auf die Rente, die noch Lichtjahre entfernt ist. Ist das nicht absurd?

Wie viel Zeit verbringst du damit, dich auf die Zukunft zu freuen?

Wenn wir uns ständig auf die Zukunft freuen, stempeln wir den augenblicklichen Moment als nicht lebenswert ab. Ist dir das bewusst?

Wir freuen uns auf die Zukunft, weil wir im Jetzt einen Mangel empfinden. Wir erschaffen in unserem Kopf ein Bild, welches wir momentan erstrebenswerter finden.

2. Übeltäter: Vergangenheit

Unser Nebel besteht nicht nur aus Zukunftserwartungen, sondern auch aus Vergangenheitswerten. In der Vergangenheit war vermeintlich alles besser. Ständig vergleichen wir Neues mit Altem. Nicht selten nehmen wir dabei die Gegenwart als schlechter wahr. Ständig sehen wir die Gegenwart durch unsere Vergangenheit und sind damit nicht mehr fähig, sie zu sehen, wie sie ist.

Wir verpassen all die Möglichkeiten, die in dem Neuen verborgen sind. Sie warten, von uns entdeckt zu werden.

Wie würden wir der Gegenwart begegnen, wenn wir keine Vergangenheitswerte haben? Wie würde sie aussehen, wenn wir unvoreingenommen von Bewertungen, Urteilen und Verurteilungen wären?

Unser Bewusstsein ist der Schlüssel zur Gegenwart!

Wie bewusst lebst du dein Leben?

Wie bewusst genießt du dein Essen? Oder bist du dabei eher abgelenkt vom Fernseher, dem Handy, Büchern, Zeitschriften oder anderem? Kannst du abgelenkt dein Essen vollkommen schmecken? Kannst du die verschiedenen Geschmäcker und Zutaten schmecken?

Wie bewusst gehst du durch die Straßen? Wie bewusst nimmst du deine Umwelt wahr? Oder bist du wieder abgelenkt vom Handy oder deinen Gedanken?

Wie oft läuft das Radio im Hintergrund, ohne dass du es registrierst?

Je unbewusster wir leben, je mehr wir in der Zukunft oder der Vergangenheit leben, umso mehr verpassen wir unser Leben.

Das Leben findet NUR in diesem Augenblick statt! So gerne wir uns auch auf ein Ereignis freuen, entziehen wir dem jetzigen Augenblick damit immer die Daseinsberechtigung. Ist das ‘freudige Ereignis’ dann gegenwärtig, werden wir es nicht auf die Weise genießen können, wie wir es uns vorher in der Phantasie ausgemalt haben. Denn auch dann werden wir immer auf der Suche nach was Anderem, Besserem sein. Der jetzige Augenblick wird uns nur sehr selten bis nie vollkommen scheinen.

Das Ergebnis: Wir verpassen das Leben zu genießen! Wir verpassen unser Leben, weil unser Verstand ständig damit beschäftigt ist, in der Vergangenheit zu schwelgen und uns die Zukunft vorzugaukeln. Wir haben unseren Verstand darauf trainiert. Er tut nur das, wozu wir ihn beauftragt haben.

Bewusst leben bedeutet, die Wirklichkeit mit unseren fünf Sinnen zu erfahren. Unser Verstand ist kein Sinn!

Wir versuchen unsere größten Ängste abzusichern

Ich wollte früher in allem Sicherheit. Einen festen Job, der viel Geld einbringt. Schloss eine Lebensversicherung, eine Unfallversicherung, eine Rentenversicherung und einen Bausparvertrag ab. Versicherungen, über Versicherungen. Ich wollte Sicherheit in meinen Beziehungen: “ewig und für immer nur wir beide”.

Eine große Angst trieb dieses Streben nach Sicherheit. Es war die Angst vor der Ungewissheit, Angst vor dem Versagen, Angst vor der Zukunft.

Und so klammern wir uns an irgendwelche Pseudo-Sicherheiten, die nicht real sind.

Wie viel Sicherheit geben sie uns wirklich?

Wie schnell verlieren wir einen vermeintlich sicheren, festen Job? Wie schnell können wir verunglücken? Zahlt die Versicherung tatsächlich, wenn der Schadensfall eintritt? Wie schnell verändert sich unser Leben?

Plötzlich treten die Ereignisse ein, vor denen wir uns mit aller Macht schützen wollten. Unsere Traumwelt verpufft und wir fliegen ins kalte Wasser. All die Ängste, die wir vertuschen wollten, sind wieder gegenwärtig.

Dabei ist uns nicht bewusst, dass wir mit dem Klammern an Sicherheit vollkommen gegen das Leben, gegen die Realität gehen.

Sicherheit zu verlangen ist Wahnsinn

Es ist purer Wahnsinn in diesem Leben Sicherheit zu verlangen. Das Leben ist ein ständiger Wandel, ein kontinuierlicher Fluss. Morgen ist nichts mehr wie es gestern war. Der Tag geht zur Nacht über. Über den Sommer geht es in den Winter. Täglich erblicken Babys das Licht der Welt und Menschen sterben. Die Welt dreht sich weiter. In diesem Leben gibt es nichts Beständiges und nichts Sicheres! Die Veränderungen im Leben sind so sicher, wie die Tatsache, dass wir sterben.

Warum verhalten wir uns dann so, als würde alles beständig sein?

Mit Veränderungen können wir sehr schlecht umgehen und vermeiden sie, wenn es geht.

Dabei sind gerade diese Veränderungen das Wunderbare in diesem Leben. Veränderungen geben Lebendigkeit. Sie zeigen uns, dass alles wandelbar ist. Veränderungen geben uns diese großen Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten.

Warum verschließen sich die meisten also davor und wollen die größtmögliche Sicherheit, die es gibt? Können wir dem Wandel des Lebens nicht mit voller Begeisterung und Motivation gegenübertreten? Ist es nicht möglich, durch und gerade mit unseren Veränderungen zu wachsen, immer stärker und somit weiser zu werden?

Es macht keinen Sinn die Augen vor der Realität zu verschließen. Spätestens zum Tod holt die Realität jeden ein. Der eine oder andere würde sich dann sicherlich wünschen, die Augen eher geöffnet zu haben.

Der Nebel ist das Produkt aus unserer Kindheit

Es ist kein Wunder, dass wir im Nebel stehen. Jeder steht in diesem Nebel, die Frage ist nur wie lange.

Bereits in unserer Kindheit werden wir eingeengt. Wir müssen den Eltern alles Recht machen, dürfen nicht so sein, wie wir wirklich sind. Wir erfahren, dass wir irgendwie nicht okay sind, denn ständig wird uns gesagt, was wir zu tun haben. Wir sollen uns benehmen und ja keinen Ärger machen. Negative Gefühle sind nicht erwünscht. Schnell lernen wir, es ist besser sich anzupassen, so zu sein wie Alle!

Es blieb uns kaum eine andere Wahl, als uns anzupassen, denn sonst hätten wir keine Liebe und Anerkennung von unseren Eltern und von unseren Mitmenschen bekommen. Wir waren so auf diese Liebe von anderen angewiesen. Sie war unsere Nahrung.

Was blieb uns also anderes übrig als unser wahres Ich zu verstecken? Was blieb uns anderes übrig als so zu sein wie Alle, um Liebe und Anerkennung zu erhalten?

In der Zeit, in der wir aufgewachsen sind, zeigten uns unsere Eltern einen möglichen Weg, wie wir leben können. Dabei hinterfragen wir für gewöhnlich nie, ob es noch einen anderen Weg gibt. Wir schlagen ihn später ein, ganz egal, ob es uns glücklich macht oder nicht. Wir wissen nicht, dass noch andere Wege existieren, unser Leben zu gestalten. Wir haben keine andere Wahl und finden uns irgendwie damit ab. Was aber bleibt ist: wir nörgeln ständig, sind nie zufrieden mit dem was ist, kritisieren andere Menschen und suchen die Schuld immer bei anderen.

Was ist das Individuum in der Gesellschaft wert, wenn es wirklich anders ist als „normal“? Wie werden solche „Ausnahmefälle“ in der Gesellschaft akzeptiert?

Mit wie viel Liebe und Verständnis gehen wir durch die Welt? Und mit wie vielen Vorurteilen, Bewertungen und Erwartungen?

Wir vergessen wie einzigartig und wunderbar unser Leben ist

Dieser Nebel behindert uns, die Welt so zu sehen, wie sie ist. Wir verpassen all die kleinen Geschenke der Natur. Wir sind uns unseres Wesens überhaupt nicht bewusst. Ich meine, ist dir wirklich klar und bewusst, dass du das Produkt des Universums bist? Du bist das Produkt eines unendlichen, außergewöhnlichen Universums. Unser Verstand wird es niemals erfassen, gar erfahren können!

Wir sehen uns immer als getrennt von Allem, getrennt von der Natur, getrennt von unseren Mitmenschen. Dabei macht jeder einzelne uns alle aus, jeder einzelne ist so einzigartig wie kein anderer. Ist das nicht Grund genug, mal nicht das zu machen, was Alle machen? Ist das nicht Grund genug, endlich DEINEN Weg zu gehen und nicht den, der dir irgendwann mal gezeigt wurde? Ist es das Leben nicht wert, es vollkommen ohne Verschleierungen zu sehen? Ist es das Leben nicht wert, dass du losgehst, ohne zu wissen, was alles passiert? Ist das nicht das wahre Leben?

Erkenne deinen Nebel, geh durch ihn hindurch, löse ihn auf und fang endlich an wirklich zu leben!


Mich interessiert deine Lebenssituation:

Wie sieht es konkret aus? Woraus besteht dein Nebel? Hast du ihn schon erkannt?

Konnte ich dir mehr Bewusstsein schaffen?

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