keinen Sinn des Lebens

Warum es keinen Sinn des Lebens gibt!

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Hast du dich auch schon einmal gefragt, was der Sinn des Lebens ist?

Hast du eine Antwort darauf gefunden?

Frustriert dich die Tatsache, dass du keinen richtigen Sinn findest?

Meine Versuche einen Sinn zu definieren

Auch ich habe mir diese Frage natürlich öfter mal gestellt. Doch die Antworten waren alle nicht sehr befriedigend. Es entstanden Formulierungen wie:

Der Sinn des Lebens ist es, …

  • .. eine gut bezahlte Arbeit zu finden, eine Familie zu gründen und glücklich zu werden.
  • .. maximal viel Spaß zu haben.
  • .. um die Welt zu reisen, alles zu sehen.
  • .. sich weiterzuentwickeln, die beste Version meines Selbst zu werden.

Doch was, wenn ich es nicht schaffe, jeden Tag Spaß zu haben, es nicht schaffe, eine gut bezahlte Arbeit zu finden, es nicht schaffe, die Welt zu bereisen? Habe ich dann den Sinn des Lebens verfehlt? War das Leben dann umsonst?

Brauchen wir einen Sinn im Leben, um zu leben? Müssen wir unser Dasein mit irgendetwas rechtfertigen?

Du stellst die falsche Frage

Genau darauf zielen die Fragen ab, wenn wir uns fragen, welchen Sinn macht es, dass wir hier auf Erden leben? Wir gehen davon aus, dass es einen Sinn geben muss! Dass wir nur hier sind, um irgendetwas zu erreichen und wenn wir nichts erreichen, ist es sinnlos.

Zu fragen, welchen Sinn unser Leben hat, welchen Nutzen es damit verfolgt oder welche Bedeutung unser Leben hat, führt uns in die Irre und übt einen enormen Druck auf uns auf. Wir fühlen uns getrieben, etwas leisten zu müssen, jemand zu werden, uns unseren Platz auf der Erde zu verdienen. Wir können nicht annehmen, dass wir einfach nur da sein dürfen, ohne etwas leisten zu müssen.

Wir versuchen unser Dasein zu erklären mit „ich bin dies oder jenes“, „ich existiere, damit…“

Mein Leben muss doch irgendeinen Sinn haben, warum sollte ich sonst hier sein?

Löse dich von einer Definition – komm ins Sein

Es ist sogar eine große Gefahr, wenn wir für uns einen Sinn des Lebens definieren, ihn unser Leben lang verfolgen und dabei höchstwahrscheinlich das Wichtigste überhaupt vergessen: das Sein, das Fühlen!

Wenn wir uns einen Sinn/Zweck im Leben definieren, z.B. „ich existiere, damit ich xy helfen kann, damit ich eine Familie gründen kann etc.“ oder „Mein Sinn im Leben ist, dass ich Mutter bin.“, dann beschränken wir uns. Eine Beschränkung schließt automatisch andere Aspekte aus. Wenn du den Sinn des Lebens nur auf das Dasein einer Mutter beschränkst, schließt du damit aus, eine gute Freundin, eine gute Liebhaberin, eine gute Frau, eine gute Lehrerin etc. zu sein.

Jedes Mal, wenn du dir die Frage nach dem Sinn stellst, stellst du dir bereits die falsche Frage!

Solange wir auf der Suche nach einem bestimmten Sinn für unser Leben sind, nehmen wir unsere Daseinsberechtigung nicht für selbstverständlich an, sondern denken, wir müssen sie uns erst verdienen.

Durch die Gesellschaft, die Medien werden wir dahin gehend manipuliert und in unserer Annahme bestärkt. Es wird uns vorgelebt, wir müssen reich sein, müssen klug und gebildet sein, müssen der Überflieger sein, damit wir uns unseren Platz auf Erden verdient haben.

Fehlt uns diese selbstverständliche Daseinsberechtigung, fühlen wir uns immer im Defizit. Wir fühlen uns immer im Zwang, etwas leisten zu müssen. Wir denken, wir müssen uns unseren Platz erkämpfen.

Wir geben nicht, weil wir es wollen, sondern weil wir denken, wir müssen es, um daraus die Daseinsberechtigung für unser Selbst zu ziehen.

Die Frage ist, ob wir mit dieser Strategie irgendwann ankommen werden?

Wahrscheinlich werden wir nie fühlen, dass es irgendwann genug ist, dass wir irgendwann unseren Platz erkämpft haben. Es wird nie genug sein! Wahrscheinlich jagen wir dem Sinn des Lebens bis zum Tod nach, ohne ihn jemals gefunden zu haben!

Weil es keinen Sinn gibt!

Wie schön und einfach wäre die Vorstellung, wenn wir einfach nur da sein dürfen ohne etwas tun zu müssen? Wenn ich dir jetzt sage: „du darfst genau so sein, wie du bist. Du musst nichts leisten, damit ich dich liebe. Du musst nichts erreichen, um jemand zu sein. Du bist bereits vollkommen, so wie du bist!“

Wie fühlt sich das an? Ist der Druck verschwunden? Hast du eine Erleichterung gespürt?

Es liegt nun an dir, ob du es für wahr empfindest oder, ob du immer noch davon überzeugt bist, es muss einen Sinn im Leben geben.

Wenn es für dich unbedingt einen Sinn geben muss, versuche es mit dieser Definition:

Ich zitiere aus dem Buch “Ein Kurs in wahrem Loslassen” von Christian Meyer:

„Der Sinn ist das unmittelbare Dasein. Es braucht nichts hinzuzukommen. Ganz da zu sein, mit allen seinen Sinnen, das ist der Sinn.

Wenn ich ganz da bin und alles andere ganz da sein lasse, das ist Liebe. So ist die Liebe der Sinn.

Wenn ich ganz da bin, mit allen Sinnen, und alles liebe, mich, die anderen, die Welt und das Leben, dann gibt es ein tiefes und vollständiges Ja zum Leben. Das ist der Sinn.“

Das trifft es auf den Punkt!

Auch Eckhart Tolle sagt, das Leben würde auf die Frage, warum es lebe, antworten „ich lebe, um zu leben“.

Fühlst du diese tiefe Selbstverständlichkeit deiner Daseinsberechtigung, wirst du fühlen, dass du in Fülle und im Überfluss lebst. Dann gibst du –aus der Fülle heraus – weil du es möchtest, nicht weil du musst.

Hör auf nach einem Sinn im Leben zu suchen! Dich mit der Frage nach dem Sinn zu beschäftigen, treibt dich immer weiter weg vom wirklichen Sinn des Lebens! Holt dich aus deinem Körper, rein in deinen Kopf. Genau die verkehrte Richtung!

Hör auf zu suchen und lebe endlich, komm an im Hier und Jetzt. Erfahre das Leben mit deinen Sinnen, akzeptiere die Realität wie sie ist, liebe sie, liebe das Leben!

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Kommentare 2

  1. Also als Mutter von zwei Kindern weiß ich jeden Tag in der Früh, dass derzeit der Sinn meines Lebens (auch) ist, für zwei Racker zu sorgen. Das lässt mich jeden Tag bewusst aufstehen und abends zufrieden ins Bett legen. Also: ich kann dem Posting nicht zustimmen … leider. Und empfehle, die Bücher von Viktor Frankl zu lesen – gut zusammengefasst auch von Peter Jedlicka mit seinem “Sinnquadrat” Konzept …

    Hoffe hier ist auch Platz für eine kritische Stimme … danke, falls ja.

    Johanna

    1. Beitrag
      Autor

      Hallo liebe Johanna, vielen Dank für deine Sichtweise der Dinge. Hier ist immer Platz für kritische Stimmen! Jeder hat seine Sicht der Dinge und auf seine Weise immer Recht.

      In meinem Beitrag geht es um den allgemeinen Sinn des Lebens und, dass die Suche nach ihm uns ganz schön Druck machen kann.
      Du schreibst ja auch, dass es ‘derzeit’ dein Sinn ist, also du bist nicht auf die Welt gekommen und hast einzig und allein dem Mutter werden und sein hinterhergestrebt. Die Frage ist, in wieweit verlieren wir uns in der Sinnsuche?
      Und in wieweit machen wir uns abhängig von ihr? Wie stark hängt unsere Daseinsberechtigung davon ab?

      Du darfst da sein auch ohne Sinn, ohne Zweck. Du musst nichts leisten, um hier sein zu dürfen.

      Liebe Grüße
      Melanie

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