Universum

Das Universum – unsere Herkunft, unsere Heimat, unser ‘Ende’

In unserem Leben sehen wir einen sehr winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit. Die Welt ist für uns so, wie wir sie sehen, begrenzt. Wenn wir nach oben schauen, sehen wir einen blauen Himmel. Wir machen uns in unserem Alltag keine Gedanken darum, wo wir hier wirklich leben. Wir fühlen uns abgeschnitten von der Umwelt, leben in unserer eigenen Welt. Dabei sind wir so viel mehr, als wir glauben zu sein und leben in einem unbeschreiblich, faszinierenden, nicht zu begreifenden Raum, dem Universum.

Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich mich mit diesem Thema beschäftige und realisiere, dass ich – dass wir alle – ein Teil davon sind. Damals in der Schule war das für mich zu weit weg und mein Bewusstsein dafür reichte nicht, um zu begreifen, dass uns das alles umgibt, dass wir mitten drin stehen. Dass da eben noch viel mehr ist als nur ein blauer Himmel.

Wie bewusst ist dir das alles? Tritt für ein paar Minuten aus deiner begrenzten Welt aus und lass dich faszinieren von unserem Universum. Tauche ein, in eine Welt des Unendlichen, der Extremitäten, des Unvorstellbaren.

Universum

Wenn wir uns immer häufiger daran erinnern und uns bewusst machen, wo und was unser Ursprung ist und wo wir hier leben, können wir dem Leben leichter begegnen und mit der Realität, anstatt gegen sie zu gehen.

Ich habe kein Physik oder ähnliches in der Richtung studiert, aber ich habe großes Interesse daran. Ich schreibe also vom Laien für Laien.

Was ist unser wahrer Ursprung?

Wir alle haben in der Schule gelernt, wie sich der Mensch entwickelt und welche Verwandten er hat. Aber welche ist die letzte kleinste Instanz, die es erst ermöglichte, dass sich überhaupt irgendein Lebewesen daraus entwickeln konnte?

Die Wissenschaft nimmt heute an, dass alles Leben auf unserer Erde, also alle Lebewesen über Insekt, Maus, Hund, Vogel, entstehen konnte, weil sich vor 3,5 Milliarden Jahren Einzeller entwickelt haben. Diese Einzeller sind der Start und Ursprung allen Lebens. Unsere Evolution ist im Vergleich zu unserer Anwesenheit auf Erden sehr langsam, aber über Milliarden von Jahren konnte sich aus Einzellern eine so wunderbare Vielfalt an Leben entwickeln. Wir alle verdanken also Einzellern unser Leben – einer winzig kleinen Zelle.

Danke Einzeller!

Die Einzeller waren der Startschuss und was sich bis heute daraus entwickelt hat, ist unglaublich. Es gibt so viele verschiedene Arten, dass wir nicht einmal wissen, wie viele es tatsächlich sind. Forscher sprechen von ungefähr 9 Millionen verschiedenen Arten! Dabei wurde der Großteil dieser Arten bis heute noch nicht mal entdeckt. Und trotz dieser Millionen verschiedenen Arten, fühlen und benehmen wir uns fast wie die einzigen Lebewesen auf Erden. Dabei sind wir nur ein Lebewesen unter Millionen. Da finde ich es schon schockierend, dass wir es sind, die die Erde fast für uns alleine beanspruchen. Sie dabei ausrotten, zerstören und dabei anderen Lebewesen ihren natürlichen Wohnraum nehmen.

Jedes Lebewesen sieht die Realität und damit seine Welt anders. Frösche zum Beispiel können nur Bewegungen und Konturen wahrnehmen, sehen die Welt also nur sehr begrenzt. Auch wir sehen nicht die Wirklichkeit. Wir können durch unsere Forschungen nur immer besser erahnen, wie die Wirklichkeit tatsächlich aussehen könnte. Wir sehen all das nicht mit eigenen Augen, unsere Sicht der Wirklichkeit ist genauso begrenzt wie die des Frosches. Denn wenn wir in den Himmel schauen, sehen wir nur blau und könnten denken, die Welt und alles andere ist dann zu Ende.

Schauen wir uns nun die einzigartigen Fähigkeiten der Lebewesen an.

Vögel können fliegen, Adler gestochen weit sehen, Katzen können bei Nacht sehen und Pottwale können bis zu einem Kilometer weit tauchen. Auch wir Menschen haben einzigartige Fähigkeiten, unser feinmotorischer Körperbau und unser Gehirn mit seinem Bewusstsein. Wir sind in der Lage beinahe alles zu erschaffen, was wir uns vorstellen können. Werkzeuge, Häuser, Bahnen, alles was wir erschaffen haben, würde es sonst nicht geben. Dank unserem Verstand können wir außerdem noch analysieren, Vorhersagen treffen und weit bis in die Vergangenheit „reisen“. Das erst ermöglicht es uns, Theorien über eine Zeit aufzustellen, die Milliarden weit in der Vergangenheit liegt. Und auch das ist ein Schritt der Evolution. Das Bewusstsein der Menschheit wächst und entwickelt sich. Unser Wissen über unser Universum und somit über unseren Ursprung wird immer größer und genauer.

Aus dem Nichts wird Alles

Dank unserem Verstand können wir Theorien aufstellen und die Frage „wie entstand alles?“ beantworten. Die wohl wahrscheinlichste Theorie ist der Urknall, der sich vor ca. 13,8 Milliarden Jahren ereignete. Aus einem Punkt, in dem alles extrem verdichtet war, entstand Raum, Zeit und Materie. Der Urknall teilte also ein einziges EINS in Einzelteile auf. Vorher gab es keine Zeit, keinen Raum. Aber was vor dem Urknall war, weiß keiner. Mein Verstand weigert sich gegen diese Vorstellung und mein Herz tanzt, ich bekomme Gänsehaut. Es gibt kein „warum“, keinen Sinn. Das Universum entstand einfach, weil es entstand.

In 10^-35 Sekunden, also

0.00000000000000000000000000000000001 Sekunden

nach dem Urknall weitete sich Raum und Zeit in Lichtgeschwindigkeit aus. Das ist eine verdammt kurze Zeit, die wir mal wieder nicht begreifen können.

Sekunden später entstand Materie. Aber erst 400.000 Jahre nach dem Urknall kühlte sich das Universum so weit ab, dass Atome entstehen konnten.

Der Grundbaustein für alles war geboren

Erst 400.00 Jahre später entstand der Grundbaustein für alles – Atome. Auch für uns. Wenn wir auf die kleinste Ebene gehen, besteht ein 70 Kilogramm schwerer Mensch aus

7 000 000 000 000 000 000 000 000 000 Atomen. Alles in uns besteht aus Atomen.

Wie ist also so ein Atom aufgebaut, das unser Grundbaustein ist?

Das Universum besteht aus Atomen- Atomaufbau

Es ist so wahnsinnig faszinierend sich den Aufbau eines Atoms genauer anzuschauen. Ein Atom besteht aus einem Atomkern (Masse) und einer Hülle. Der Atomkern ist aber so winzig im Vergleich zum Atom. Stell dir vor die Hülle hätte die Größe eines Fußballstadions und der Atomkern die Größe einer Erbse, die in der Mitte des Stadions liegt. Der Atomkern ist also so klein und enthält dabei auch noch 99,9 % der gesamten Masse!! Die restlichen 0,1 % sind Elektronen, die um den Kern kreisen. In dem Stadion wären die Elektronen die Zuschauer, die auf den Tribünen hin und her kreisen, aber nur zur Demonstration des Abstandes, nicht zur Demonstration der Masse. Was ist also zwischen all dem, zwischen dem winzig kleinen Atomkern und den Elektronen?

Leerer Raum!

Das bedeutet das Atom besteht zu 99,9 % aus leerem Raum!

Als ich auch nur ansatzweise begreifen wollte, was das für uns und unseren Körper bedeutet, war ich schockiert. Wenn also ein Atom aus 99,9 % leerem Raum besteht und alles in uns daraus besteht, bestehen auch wir zu 99,9 % aus leerem Raum!!

Wir sehen Masse, sehen unseren Körper, aber dies sind nur 0,1 % der Atome. Der Rest ist leerer Raum!! Das ist für unseren Verstand keinesfalls zu begreifen, also versuch es erst gar nicht.

Zudem kommt noch, dass das Innenleben eines Atoms ununterbrochen in Bewegung und keinesfalls fest ist, denn in seinem Kern stoßen sich Protonen und Neutronen ständig voneinander ab.

Auch wir sind ständig in Bewegung, ständig im Wandel, alle Zellen in uns verändern sich, zu jeder Zeit!

Nichts ist so beständig wie der Wandel!

Alles steht still? Aus deinem Blickfeld kannst du das vielleicht behaupten, doch entspricht es keinesfalls der Wirklichkeit. Allein unsere Erde bewegt sich pro Sekunde 30 Kilometer um die Sonne, dabei dreht sie sich noch um ihre eigene Achse. Aber damit noch nicht genug. Auch die Sonne und damit das gesamte Sonnensystem bewegt sich um das Zentrum der Milchstraße. Wir sind also ständig in Bewegung und nie irgendwann im Stillstand.

Auch wandelt sich alles. Ständig. Heute ist nichts mehr genau so, wie es gestern war. Alles, was entsteht, vergeht auch wieder. Die Nacht geht zum Tag über, der Winter geht in den Frühling über, das Leben geht in den Tod über. Dein Körper verändert sich von Sekunde zu Sekunde. Nichts bleibt, nichts steht still.

Alles wächst. Ist es nicht faszinierend, wie aus einem einzigen Samen ein ganzer Baum entstehen kann? Ist es nicht genau so faszinierend, dass wir aus einem einzigen Sperma entstehen? Etwas, was vorher so klein war, wächst und übersteigt die ursprüngliche Größe um ein Vielfaches. Nicht nur, dass es wächst, sondern was alles daraus entsteht.

Doch nichts wächst bis ins Unendliche. Alles hat irgendwann seinen Höhepunkt und bildet sich danach wieder zurück. Alles stirbt. Wirklich alles. Nur sehen wir das durch unseren kurzen Aufenthalt auf der Erde nicht. Auch Sterne sterben, genauso wie unsere Sonne und unsere Erde irgendwann sterben werden.

Stirbt unsere Sonne, wächst sie zunächst auf ein Vielfaches ihrer Größe an und zerstört somit alles in ihrem Umkreis, bis von ihr am Ende nur noch ein extrem dichter Kohlenstoffkern zurückbleibt.

Der Tod eines massereichen Sternes ermöglicht Leben – wir sind Sternenkinder

Stirbt allerdings ein viel größerer, massereicherer Stern, eine sogenannte Supernova, entstehen dabei all die Bausteine aus denen wir und alles um uns herum besteht. Es entsteht unter anderem Kohlenstoff, Eisen, Gold, Silber und Platin. Eisen fließt in unserem Blut und wir bestehen zu zwei Dritteln aus Kohlenstoff. Wir können nur existieren, weil massereiche, große Sterne gestorben sind. Wir bestehen also aus Sternenstaub und sind Sternenkinder. Wenn wir sterben und zerfallen, bleibt nichts übrig als „Sternenstaub“. Und nur dadurch, dass sie sterben, können sich auch neue Sterne bilden und kann Leben entstehen.

So extrem ist unser Universum – alles ist vorhanden

Universum - unsere Milchstraße

Unsere Milchstraße

Wenn du in einer sternenklaren Nacht in den Himmel schaust, bekommst du Einblicke in unsere Milchstraße. All die Sterne am Himmel sind Sonnen, die so weit von uns weg sind, dass sie wie ein winziger Punkt am Himmel wirken. Insgesamt umfasst unsere Milchstraße 100 bis 200 Milliarden Sterne! Unsere Sonne ist nur einer davon.

Und unsere Milchstraße mit all den Milliarden Sternen, ist nur eine unter Billionen von Galaxien, soweit die Wissenschaft heute forschen kann. Und das ist nur das, was wir bisher erforschen konnten, wer weiß, was wir alles noch nicht wissen? Gibt es weiteres Leben? Wie wahrscheinlich ist es, dass es in diesem gigantischen Universum noch mehrmals die Bedingungen für Leben gibt?

Billionen Galaxien, mit Milliarden Sternen!!

Unser Universum dehnt sich ununterbrochen aus und ständig entstehen neue Sterne, neue Galaxien. Dass wir nur ein mickrig kleiner Punkt in dem großen Ganzen sind, ist uns bei weitem nicht bewusst und mit unserem Verstand keinesfalls zu erfassen. Wie geht es dir mit dieser Vorstellung?

In unserem Universum ist alles vorhanden, von klein bis groß, von leicht bis schwer.

Es gibt winzig kleine Atomen, aber auch super mächtig große Sterne. Der größte Stern, der bisher entdeckt wurde, ist eine Milliarde Mal größer als unsere Sonne!

Wir können Millisekunden messen, unser Universum existiert aber schon 13,8 Milliarden Jahre.

Können wir kleinste Einheiten wiegen, z.B. Milligramm, ist die Erde rund 6000 Trillionen Tonnen schwer.

Herrschen bei uns auf Erden gerade mal 40 °C, ist die Sonne im Innersten 15 Millionen °C heiß!

Wie wunderbar ist unser Universum? Wie wunderbar ist es, dass wir ein Teil davon sind? Wir sind genauso das Produkt, wie die Erde, wie die Sonne, wie die Tiere, wie unsere komplette Umwelt, alles was da ist!

Ich meine, mach es dir wirklich mal bewusst:

Wir leben hier in etwas, in dem wir super mickrig, winzig klein sind, im Vergleich zu diesem riesigen, gigantischen, super heftig großen Universum (ja, diese „Übertreibung“ ist absolut notwendig!). Im Vergleich dazu sind wir winziger als ein Staubkorn, so winzig, dass es nicht zu begreifen ist. Und dann: werden wir doch einfach noch mal kleiner und schrumpfen uns auf die Größe eines Neutrons- stell dir diesen Größenunterschied zum Universum vor.

Wir leben darin! Ich meine, wir sind uns dessen Tatsache nie bewusst, denn wir leben in einer Welt, auf einem Planeten und nicht in einem Universum- so denkt zumindest unser Verstand. Oder denkst du häufig an diese Tatsache? Vielleicht überhaupt nur einmal in deinem Leben?

Dieser Tatsache sind wir uns niemals bewusst, und dann versuchen wir ständig von morgens bis abends unser Leben lang, unser Leben von unserem Verstand dominieren zu lassen, anstatt uns auf das zu besinnen, was wir sind: Ein Teil des Universums und damit haben wir vollste Schöpferkraft – wir sind zu etwas in der Lage, was wir als außergewöhnliche Fähigkeiten betiteln würden (freu dich demnächst auf einen Artikel über “Du bist das Placebo”).

Unser Verstand ist unser Verstand, und er ist nur dafür da, um alles hier auf der Welt, auf diesem Planeten, verstehen zu können, aber nicht was jenseits davon abläuft.

Unser Universum ist so atemberaubend – wir sind atemberaubend.

Ich erinnere mich gerne immer wieder daran, wenn ich in den Himmel schaue oder wenn ich vermeintliche Probleme in meinem Leben habe. Die Gesetze des Universums wirken auf uns ständig, sie sind immer präsent und es ist purer Wahnsinn sich dagegen stellen zu wollen.

Unser Verstand ist viel zu begrenzt, um all das zu verstehen. Wenn er also schon nicht verstehen kann, was unsere wirkliche Herkunft ist, sich nicht vorstellen kann, wie unendlich groß unser Universum ist und all die Kräfte nicht begreifen kann, die dort herrschen, warum muss er dann sonst immer alles verstehen? Reicht es nicht manchmal aus, zu wissen, dass etwas funktioniert, ohne zu wissen warum? Reicht es nicht manchmal aus, einfach zu leben, ohne zu wissen, was morgen ist? Wir brauchen nicht versuchen, unbegrenzt mit unserem begrenzten Verstand zu leben! Das ist unmöglich!

Stell dich nicht gegen das Universum, die Wirklichkeit!

Mach dir bewusst, dass wir ständig im Wandel sind, ständig in Veränderung. Heute ist dein Körper nicht mehr so wie er gestern war, also erwarte es auch nicht von ihm. Heute sind deine Mitmenschen nicht mehr so, wie sie gestern waren, also erwarte es auch nicht.

Der jetzige Moment ist vollkommen neu für dich, also vergleiche ihn nicht mit der Vergangenheit und ziehe daraus keine falschen Schlüsse für die Zukunft.

In jedem Problem, das du hast, steckt gleichzeitig ein Gewinn für dich. In jedem Guten steckt was Schlechtes und in jedem Schlechten steckt was Gutes. Bewerte deine Situationen nicht sofort, warte ab, wohin sie dich führen, was daraus entstehen kann. Die Prinzipien der Achtsamkeit können dir dabei helfen.

Wir alle sind einzigartig, deswegen gibt es kein richtig oder falsch, nur ein richtig für dich, nicht ein richtig für jeden. Das Universum bewertet nicht in richtig oder falsch, es ist einfach.

Mach dir bewusst, dass immer etwas sterben muss, damit etwas Neues entstehen kann. Lass los und sei bereit für Neues, damit du wachsen kannst.

Mach dir bewusst, dass du ein Produkt der Natur bist, also lebe danach. Das Leben ist ein Geschenk.

Du bist hier um zu leben, und nicht um irgendetwas zu erreichen, um irgendjemand zu sein. Du bist bereits jemand und musst gar nichts tun. Dein einziger Auftrag heißt zu leben, zufrieden zu sein!

Im Universum ist alles vorhanden und da du das Produkt dessen bist, ist auch in dir bereits alles vorhanden. Entdecke es wieder und lass dir von deinem Verstand nichts anderes einreden! Du bist vollkommen! Gehen wir aus unserem Kopf mit all seinen Vorstellungen, Wertungen und Erwartungen, rein in das Leben, rein in die Wirklichkeit und leben endlich!


Was fasziniert dich? Was ist dir jetzt wieder bewusst geworden? War dir das alles vorher klar? Wie stehst du zu dem Thema?

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.